Landeskunde Baden-Württemberg

 

Museen

Rund 1.300 Museen ganz unterschiedlichen Zuschnitts prägen die facettenreiche Museumslandschaft in Baden-Württemberg. Dazu zählen große staatlichen Institute mit internationalem Rang, städtische und private Sammlungen, Spezialmuseen und regionale bäuerliche Freilichtmuseen, sowie eine ganze Fülle von ehrenamtlich geführten kleineren Museen. Etwa 13 Millionen Besucher pro Jahr nehmen die Angebote wahr.

Staatliche Museen

Insgesamt gibt es elf staatliche Museen in Baden-Württemberg. Zu diesen zählen die Staatsgalerie Stuttgart und die Staatliche Kunsthalle Kalrlsruhe, sowie die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden. Auch die beiden Landesmuseen und die Naturkundemuseen in Stuttgart und Karlsruhe, das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, das Linden-Museum, das Archäologische Landesmuseum und das TECHNOSEUM sind in staatlicher Hand. Zuletzt ist das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe zu nennen, das zwar musealen Charakter hat, aber auch technologisches Entwicklungsinstitut und Künstlerwerkstatt ist.


Aktuell im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren: rund 42.000 Jahre alte Schmuckstücke aus Mammutelfenbein. Archäologen hatten die 40 Gegenstände auf der Schwäbischen Alb geborgen.


Die Tradition der Landesausstellungen in Baden-Württemberg geht auf das Jahr 1977 zurück, als das Land sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Mit der Eröffnung der Staufer-Ausstellung war damals der Auftakt einer mittlerweile langen Reihe von „Großen Landesausstellungen“ gesetzt. Die Ausstellungen finden in den staatlichen Museumseinrichtungen des Landes statt.

Nicht-Staatliche Museen

Die Museumslandschaft Baden-Württembergs besteht zu einem Großteil aus Einrichtungen nichtstaatlicher Trägerschaft. Es gibt mehr als 1.200 Heimatmuseen oder thematisch ausgerichtete Museen, die von Gemeinden, Vereinen, Kirchen getragen werden. Insbesondere tragen auch Firmen und Privatpersonen mit ihrem Engagement zu einer künstlerischen Vielfalt in Baden-Württemberg bei. Beispiele dafür sind etwa das Mercedes-Benz- und das Porsche-Museum in Stuttgart sowie das Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein. Als erfolgreiches Modell gilt auch die Public Private Partnership, die zwischen der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und der Frieder Burda Stiftung besteht.

Eine Vielzahl von Gedenkstätten in Baden-Württemberg erinnern an Orte der Geschichte und stellen in Ausstellungen geschichtliche Zusammenhänge dar. Dazu gehören unter anderem die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg, die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart, die Erinnerungsstätte für Matthias Erzberger in Münsingen-Buttenhausen und die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte im Schloss Rastatt (weitere Informationen zu Gedenkstätten finden Sie hier).

Die insgesamt sieben regionalen Freilichtmuseen zeigen anschaulich die Vielfalt des ländlichen Raums und seiner Geschichte des Bauens, Lebens und Wirtschaftens. Seit den 1960er Jahren wurden die mittlerweile mehr als 170 Bauernhäuser, Scheunen, Werkstätten, Wirts-, Schul- und Rathäuser kontinuierlich originalgetreu wieder aufgebaut. Mit mehr als 650.000 Besuchern im Jahr zählen die Freilichtmuseen zu den beliebtesten Ausflugszielen im Land.

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