Landeskunde Baden-Württemberg

 

Personen aus der Wirtschaft

Baden-Württemberg gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen Europas und dafür sind unter anderem die Damen und Herren in dieser Kategorie verantwortlich.

  • Seit 1999 ist Herbert Bodner Vorsitzender des Vorstands der Baugesellschaft Bilfinger Berger.

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  • Der promovierte Kunsthistoriker und Verleger Hubert Burda übernahm 1987 den Traditonsverlag seines Vaters Franz Burda. Der Verlag gehört zu den größten Medienhäusern Deutschlands.

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  • Artur Fischer ist der Erfinder des "Fischer-Dübels". 1948 gründete er die Firma "Fischerwerke GmbH& Co. KG.", die seit 1980 von seinem Sohn Klaus Fischer geleitet wird.

    Mehr zu Artur Fischer

  • Jürgen Hambrecht

  • Hans-Georg Härter war von 2007 bis 30. April 2012 Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG.

  • Als Nachfolger von Berthold Huber ist Jörg Hofmann seit August 2003 Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg. Damit ist er verantwortlich für den mit rund einer halben Million Mitgliedern zweitgrößten Bezirk der Metallergewerkschaft in Deutschland.

  • Dietmar Hopp, der Mitbegründer und frühere Vorstandsvorsitzender der Softwarefirma SAP engagiert sich nach seinem Rückzug aus dem Konzern in vielfältiger Weise als Unternehmer, Sportförderer und Stifter.

  • Marli Hoppe-Ritter führt seit 2005 zusammen mit ihrem Bruder Alfred T. Ritterin der dritten Generation das Familienunternehmen Ritter Sport.

  • Der aus Ulm stammende Berthold Huber ist seit 2007 Erster Vorsitzender der IG Metall.

  • Uwe Hück ist Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG.

  • Prof. Dr.-Ing. Heinz K. Junker ist seit 1996 Vositzender der Geschäftsführung der Mahle GmbH.

  • Nikolaus Landgraf ist Vorsitzender des Bezirks Baden-Württemberg des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

  • Dr. Frank Mastiaux ist seit 1. Oktober 2012 Vorsitzender des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

  • Alfred Theodor Ritter führt seit 2005 zusammen mit seiner Schwester Marli Ritter-Hoppe bereits in der dritten Generation das Familienunternehmen Ritter Sport.

  • Als Vorstandsvorsitzender von HeidelbergCement steht Bernd Scheifele seit 2005 an der Spitze des Unternehmens.

  • Dr. Theo Spettman ist Sprecher des Vorstands der in Mannheim ansässigen Südzucker AG. Das Unternehmen ist der größte Zuckerproduzent in Europa und beschäftigt mehr als 18.000 Mitarbeiter.

  • Götz W. Werner ist Gründer, Gesellschafter und Aufsichtsratmitglied der dm-drogerie markt GmbH + Co. KG.

  • Er hatte bei der zweiten großen Autofirma Baden-Württembergs die Fäden in der Hand. Im Juli 2009 trat Wendelin Wiedeking nach 16 Jahren als Vorstandsvorsitzender bei Porsche zurück.

  • Der in Öhringen geborene Unternehmer Reinhold Würth baute das Unternehmen Würth zu einem weltweit erfolgreichen Konzern für Schrauben und andere Befestigungs- und Montagematerialien aus.

  • Dr. Dieter Zetsche ist seit 1. Januar 2006 Vorsitzender des Vorstandes der Daimler AG.

Herbert Bodner

Geboren wurde Herbert Bodner 1948 in Graz in Österreich. Er ist verheiratet.

Beruflicher Werdegang

Zwischen 1966 und 1971 studierte Bodner Bauingenieurwesen an der Universität Stuttgart. Von 1971 bis 1990 arbeitete er bei der Ed. Züblin AG. In die Bilfinger Berger Unternehmensgruppe trat er 1991 ein. Zwischen 1991 und 1996 war er in der Geschäftsführerfunktion bei ausländischen Beteiligungen der Bilfinger Berger AG und wurde 1997 stellvertretendes Vorstandsmitglied. Seit 1998 sitzt er im Vorstand der Bilfinger Berger AG und ist seit 1999 Vorstandsvorsitzender. Als Vorstandsvorsitzender ist Herbert Bodner zuständig für die Unternehmensentwicklung, die Kommunikation, den Rechtsbereich und die außereuropäischen Beteiligungen.

Seit dem 1. Januar 2009 ist Herbert Bodner Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Er ist der Nachfolger von Hans-Peter Keitel. Im August 2010 engagierte er sich als einer von 40 Unterzeichnern des "Energiepolitischen Appels", einer Initiative der vier großen Stromkonzerne in Deutschland. Das Ziel dieser Lobbyarbeit war die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die Bilfinger Berger AG ist eine Baugesellschaft und beschäftigt momentan ca. 58.000 Mitarbeiter. Entstanden ist das Unternehmen 1975 durch die Fusion traditionsreicher Baugesellschaften, die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1880 zurück. Der Sitz der Firma befindet sich in Mannheim. 

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Hubert Burda

Am 9. Februar wurde Hubert Burda in Heidelberg geboren. Er ist in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Maria Furtwängler verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Kinder.

Beruflicher Werdegang

Burda studierte nach seinem Abitur von 1960 bis 1965 Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie in München, Rom und Paris. Nach der Promotion in Kunstgeschichte absolvierte er bei mehreren amerikanischen Werbeagenturen und Zeitschriften ein Volontariat. 1966 kehrte er nach Offenburg in den elterlichen Verlag zurück und übernahm die Verlagsleitung der Zeitschrift "Bild und Funk". Nach dem Tod seines Vaters 1986 übernahm Burda den Verlag 1987 als alleiniger Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender der Geschäftsführung. Seit 1998 ist er Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Hubert Burda wurde mehrfach für sein unternehmerisches und gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und dem Leo-Baeck-Preis.

2001 gründete er die Felix-Burda-Stiftung, nachdem sein Sohn Felix aus erster Ehe an Darmkrebs gestorben war. Sie verschreibt sich der Förderung der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung.

Bedeutung für Baden-Württemberg

"Hubert Burda Media" mit Stammsitz in Offenburg wurde von einer Drei-Mann-Druckerei zu einem weltweit agierenden Medienunternehmen. Insgesamt gibt das Unternehmen 268 Zeitschriften im In- und Ausland heraus, hat zahlreiche Internet- und Radiobeteiligungen sowie TV-Produktionen. Einige namhafte Zeitschriften des Verlags sind der Focus, die Bunte, die Superillu und der Playboy. Der Konzern beschäftigt mehr als 7.100 Mitarbeiter.

Das Unternehmen vergibt jährlich den Bambi, einen der wichtigisten Medienpreise.

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Artur Fischer

Geboren wurde Artur Fischer am 31.12. 1919 in Tumlingen. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Beruflicher Werdegang

Nach dem Realschulabschluss absolvierte Fischer eine Lehre als Bauschlosser in Stuttgart. Als er 1948 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, gründete er die Firma "Fischerwerke GmbH & Co. KG". Im Jahr 1949 meldete er sein erstes Patent an, ein Foto-Blitzgerät mit synchroner Auslösung. Weltbekannt wurde er 1958 mit der Erfindung eines Kunstoff-Dübels, auch "Fischer-Dübel" genannt. 1980 übergab Fischer die Unternehmensleitung seinem Sohn Klaus Fischer. Seitdem leitet er das Fischer Forschungszentrum.

Artur Fischer gehört mit mehr als 1.100 angemeldeten Patenten zu einem der erfolgreichsten Erfinder weltweit. Er ist Träger des Bundesverdientskreuzes, der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und er erhielt 2009 für sein Lebenswerk den Deutschen Gründerpreis. Er ist Stifter der Artur-Fischer-Erfinderpreis Stiftung, deren Zweck die Förderung von Wissenschaft, Bildung und Forschung ist.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die Unternehmensgruppe Fischer mit Hauptsitz in Waldachtal beschäftigt weltweit 3.800 Mitarbeiter in 31 Ländern. Mit jährlich mehr als 14 Patentanmeldungen pro 1.000 Mitarbeiter gehört das Unternehmen zu den drei größten Patentanmeldern.

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Jürgen Hambrecht

Jürgen Hambrecht wurde am 20. August 1946 in Reutlingen geboren. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Beruflicher Werdegang

Hambrecht studierte an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen organische Chemie und wurde dort 1975 promoviert. 1976 begann seine berufliche Laufbahn bei BASF im Kunststofflaboratorium. 1985 wurde er Leiter der Abteilung "Forschung und Einkauf" der BASF Lacke und Farben AG in Münster. Zwischen 1990 und 1995 leitete er den Unternehmensbereich Technische Kunststoffe der BASF in Ludwigshafen und wurde 1995 Leiter des Länderbereichs Ostasien und wechselte nach Hongkong.
Seit 1997 ist er Mitglied des Vorstands der BASF, das erste Vorstandsmitglied mit Sitz in Asien. 2003 übernahm Jürgen Hambrecht schließlich den Vorsitz des Vorstandes bei BASF.

Jürgen Hambrecht koordiniert als Vorstandsvorsitzender die Aktivitäten des Vorstands und ist zuständig für Recht, Steuern und Versicherungen, Strategische Planung und Controlling, ausführendes Management und Entwicklung sowie Kommunikation. Außerdem ist er seit 2000 Aufsichtsratsmitglied der Bilfinger Berger AG und seit 2008 bei der Daimler AG.

Im August 2010 engagierte er sich als einer von 40 Unterzeichnern des "Energiepolitischen Appels", einer Initiative der vier großen Stromkonzerne in Deutschland. Das Ziel dieser Lobbyarbeit war die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke. Seit 2011 ist Hambrecht Mitglied in der von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingesetzten Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die BASF SE (vom ehemaligen Namen: „Badische Anilin- & Soda-Fabrik“) ist nach Umsatz derzeit der weltweit größte Chemiekonzern. Über 109.000 Mitarbeiter in mehr als 170 Ländern sind bei der BASF beschäftigt.  

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Hans-Georg Härter

Geboren wurde Hans-Georg Härter am 2. Mai 1945 in Bensheim. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Beruflicher Werdegang

Nach der Ausbildung zum Maschinenschlosser besuchte er die Techniker-Tagesschule in Berlin und schloss diese als staatlich geprüfter Techniker ab. Im Anschluss studierte er an der Akademie Meersburg. 1973 trat er in die ZF Passau GmbH ein und wurde 1991 Mitglied der Geschäftsführung. Zwischen 1994 und 2002 war er Mitglied der Unternehmensleitung der ZF Friedrichshafen AG und übernahm im Jahr 2007 den Vorsitz des Vorstandes. In seiner Funktion ist er verantwortlich für Markt, Materialwirtschaft, Unternehmensentwicklung, Konzernkommunikation und Service.

2002 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Er trägt die Ehrenmedaille der Stadt Passau und ist seit 2007 Ehrensenator der Stadt Passau.  

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die ZF Friedrichshafen AG ist ein Automobilzulieferkonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik an 117 Standorten in 26 Ländern. Zurzeit werden rund 70.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 30.000 in Deutschland. Im Jahr 2010 erzielte ZF einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und gehört damit zu den zehn größten Automobildzulieferern weltweit.

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Jörg Hofmann

Der Diplom-Ökonom Jörg Hofmann wurde 1955 im Remstal geboren. Er studierte Ökonomie und Soziologie an den Universitäten Stuttgart-Hohenheim, Paris und Bremen. Er ist verheiratet und hat ein Kind.

Beruflicher Werdegang

Hofmann war zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hohenheim tätig. Seit 1987 arbeitet er für die IG Metall, anfangs als Sekretär der Verwaltungsstelle Stuttgart und ab 2000 als Tarifsekretär der Bezirksleitung Baden-Württemberg. Seit September 2003 ist Hofmann Bezirksleiter des IG Metall Bezirkes Baden-Württemberg. 

Bedeutung für Baden-Württemberg

Jörg Hofmann hat während seiner Tätigkeit bei der IG Metall Baden-Württemberg an zahlreichen wegweisenden Tarifabschlüssen der Metall- und Elektroindustrie mitgewirkt.

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Dietmar Hopp

Dietmar Hopp wurde 1940 in Heidelberg geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Beruflicher Werdegang

1959 legte Hopp das Abitur ab und trat 1960 zum Wehrdienst an. Danach nahm er ein Studium der Nachrichtentechnik an der Universität Karlsruhe auf und beendete dies 1966 als Diplom-Ingenieur. Nach sechsjähriger Tätigkeit bei IBM gründete er 1972 mit vier ehemaligen IBM Kollegen die Firma "Systemanalyse und Programmentwicklung", welche 1977 in SAP umbenannt wurde.

Mit dem Börsengang des Unternehmens 1988 wurde er Vorstandsvorsitzender der SAP AG. Hopp war bis 1998 in dieser Position. Zwischen 1998 und 2003 war er Aufsichtsratvorsitzender. 2005 schied er als einfaches Aufsichtsratmitglied aktiv aus dem Unternehmen aus. Seit seinem Austritt ist er als Investor hauptsächlich in der Bio-Branche tätig.

Für seine unternehmerischen Verdienste und für sein gesellschaftliches Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter das Bundesverdienstkreuz und die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg.

Außerdem unterstützt die von ihm 1995 gegründete Dietmar-Hopp-Stiftung gemeinnützige Projekte in den Bereichen Medizin, Jugendsport, Soziales und Bildung der Metropolregion Rhein-Neckar. Er fördert ebenfalls den Fußballverein TSG 1899 Hoffenheim, der 2008 in die 1. Bundesliga aufstieg.

Bedeutung für Baden-Württemberg

SAP ist der weltweit drittgrößte unabhängige Softwarehersteller mit Hauptsitz in Walldorf. In über 50 Ländern beschäftigt SAP mehr als 53.000 Mitarbeiter.

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Marli Hoppe-Ritter

Marli Hoppe-Ritter ist Jahrgang 1948, verheiratet mit Rechtsanwalt Hilmar Hoppe und hat zwei erwachsene Söhne.

Beruflicher Werdegang

Sie führt das Unternehmen Ritter Sport zusammen mit ihrem Bruder Alfred. Sie leitet den Beirat der Alfred Ritter GmbH und trifft die wichtigen Entscheidungen gemeinsam mit dem Bruder.

In Anspielung auf die Studentenbewegung der 1960er-Jahre bezeichnet sie sich als "68erin". Sie studierte Jura, arbeitete als Rechtsanwältin und gründete 1976 das zweite selbstverwaltete Frauenhaus der Bundesrepublik, in dem misshandelte Frauen unterkommen.

2005 eröffnete sie das Museum Ritter, in dem ihre Sammlung abstrakter Kunst ausgestellt wird.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Seit 1930 hat Ritter Sport den Unternehmenssitz in Waldenbuch. Zuvor wurde seit der Gründung 1912 in Bad Cannstatt produziert. Etwa 800 Mitarbeiter sind derzeit bei Ritter Sport angestellt. Der Schokoladenhersteller ist in weltweit 90 Ländern vertreten und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 274 Millionen Euro. Neben der Herstellung von Schokolade engagiert sich Ritter Sport für den Umweltschutz, unterstützt Kleinbauern in Nicaragua und fördert Künstler und Künstlerinnen.

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Berthold Huber

Geboren wurde Berthold Huber am 15. Februar 1950 in Ulm.

Beruflicher Werdegang

Berthold Huber legte 1969 das Abitur ab und trat danach seinen Wehrdienst an. Er begann 1971 eine Ausbildung zum Werkzeugmacher, die er 1974 abschloss. Mit dem Ausbildungsbeginn trat er auch in die IG Metall ein. Von 1978 bis 1984 war Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei der Firma Kässbohrer. Danach folgte ein Studium der Geschichte und Philosophie an der Universität Frankfurt.

Seit 1990 ist er hauptamtlich für die IG Metall tätig. Von 1991-1998 war er Abteilungsleiter für den Ersten und Zweiten Vorstand. Huber war fünf Jahre lang bis 2003 Bezirksleiter für Baden-Württemberg. Danach war er bis 2007 Zweiter Vorsitzender der IG Metall. Schließlich wurde er 2007 Erster Vorsitzender. Damit steht er an der Spitze der größten Einzelgewerkschaft in Deutschland.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Mit 2,3 Millionen Mitgliedern ist die IG Metall die größte Einzelgewerkschaft weltweit. Die Gewerkschaft vertritt die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der Mitglieder. Sie setzt sich für Beschäftigte in den Branchen Metall und Elektro, Eisen und Stahl, Textil und Bekleidung, Informationstechnik, Holz und Kunststoff und in der Zeit- und Leiharbeit ein.

In Baden-Württemberg betreuen 27 Verwaltungsstellen 2.000 Betriebe. Unter den IG Metall Mitgliedern arbeiten 13.000 als gewerkschaftliche Vertrauensleute und rund 12.000 als Betriebsrätinnen und -räte.

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Uwe Hück

Uwe Hück wurde am 22. Mai 1962 in Stuttgart geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Beruflicher Werdegang

Von 1977-1981 machte Uwe Hück eine Ausbildung zum Lackierer und war bis 1985 professioneller Thaiboxer. Als gelernter Lackierer kam er 1985 zur Porsche AG. 1987 wurde er zum Vertrauensmann gewählt und er wurde 1994 Leiter des Vetrauenskörpers. Er ist seit 1990 im Betriebrat und wurde 1994 für seine  dortige Arbeit frei gestellt. Er bildete sich in Arbeits-, Tarif-, und Sozialrecht weiter und wurde 1997 Gesamtbetriebsratsvorsitzender. Seit 2002 ist er Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Porsche AG und seit 2003 Vorsitzender des Konzernbetriebsrats. 2010 wurde er stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender der Porsche AG.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Der gelernte Autolackierer und streitbare "Porsche-Arbeiterboss" (Focus) zählt auch wegen seiner hohen Medienpräsenz zu den einflussreichsten deutschen Gewerkschaftern.

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Heinz K. Junker

Prof. Dr.-Ing. Heinz K. Junker wurde am 16. Dezember 1949 in Rath (jetzt Wegberg) geboren.

Beruflicher Werdegang

Junker studierte an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen und schloss das Studium 1975 als Diplom-Ingenieur in der Fachrichtung Fahrzeugwesen ab. Seit 1987 ist er Lehrbeauftragter für Fahrzeugdynamik an der Ruhr Universität Bochum. Bevor Junker 1996 den Vorsitz der Geschäftsführung der Mahle GmbH übernahm war er Geschäftsführer der TRW Ehrenreich und der TRW Fahrwerksysteme.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die Mahle GmbH mit Unternehmenssitz in Stuttgart ist einer der 30 größten Automobilzulieferer der Welt mit ca. 100 Produktionsstandorten. Von den insgesamt 47.500 Mitarbeitern arbeiten 9.200 an deutschen Standorten. Das Unternehmen ist  führender Hersteller von Komponenten und Systemen für den Verbrennungsmotor und zählt zu den drei größten Systemanbietern von Kolbensystemen, Zylinderkomponenten, Ventiltriebsystemen, Luftmanagementsystemen und Flüssigkeitsmanagementsystemen.

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Henning Kagermann

Henning Kagermann wurde am 12. Juli 1947 in Braunschweig geboren.

Beruflicher Werdegang

Kagermann studierte Physik an der TU München und wechselte 1972 an die Technische Universität Braunschweig.  1975 promoviert er dort und habilitiert schließlich 1980 für Theoretische Physik. Ab 1982 ist er bei dem Softwareunternehmen SAP im Entwicklungsbereich Kostenrechnung und Projektcontrolling beschäftigt.
1991 wird er in den SAP-Vorstand berufen und seit 2003 ist Henning Kagermann Vorstandssprecher der SAP AG. Zwischen 1998 und 2003 übte er diese Funktion gemeinsam mit Hasso Plattner aus.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die SAP AG ist der führende Anbieter von Unternehmenssoftware mit Stammsitz in Walldorf. Die Mitarbeiterzahl liegt bei ca. 44 000. Kagermann trägt die Gesamtverantwortung für die Strategie und Unternehmensentwicklung der SAP. Darüber hinaus ist er für die Produktentwicklung im Großkundensegment, Unternehmenskommunikation, Interne Revision und das Management von Spitzentalenten verantwortlich.

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Nikolaus Landgraf

Geboren wurde Nikolaus Landgraf am 20. Januar 1967 in Neu-Ulm. Er ist verheiratet.

Beruflicher Werdegang

Nach dem Hauptschulabschluss 1982 machte Nikolaus Landgraf eine dreijährige Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Sein gewerkschaftliches Engagement begann im Jahr 1987. Er leitete die Betriebsratwahl in der Firma Rehfuss ein und wurde zum Betriebsratvorsitzenden gewählt. Bis zum Jahr 1991 hatte er dieses Amt inne. Im Jahr 1991 erfolgte eine Ausbildung zum Gewerkschaftssekretär bei der IG Bau-Steine-Erden und er besuchte die Sozialakademie in Dortmund. In den Jahren 1995 bis 2007 war er Geschäftsführer der Bezirksverbände Reutlingen-Tübingen, Südwürttemberg und Stuttgart der IG Bau-Agrar-Umwelt. Vor seiner Wahl zum DGB-Bezirksvorsitzenden war er von 2007 ab Regionalleiter der IG Bau-Agrar-Umwelt Baden-Württemberg. Am 30.01.2010 wurde Nikolaus Landgraf zum DGB-Bezirksvorsitzenden gewählt.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Der DGB-Bezirk Baden-Württemberg ist der Dachverband der acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB. 818.744 Menschen sind Mitglieder des Verbandes. Der DGB-Bezirk vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber der Landesregierung, den Parteien und den Verbänden.

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Dr. Frank Mastiaux

Dr. Frank Mastiaux wurde am 24.03.1964 in Essen geboren. Er ist verheiratet und hat 3 Kinder.

Beruflicher Werdegang

Zwischen 1984 - 1993 absolvierte Dr. Frank Mastiaux ein Studium der Chemie und promovierte.
Von 1984 bis 1993 arbeitete Mastiaux im Management der Veba Oel AG, Gelsenkirchen. Zwischen 2001 und 2005  war Matiaux nach der Übernahme der Veba Oel/ARAL-Gruppe durch BP
General Manager für Marketingstrategie und -planung sowie Marktforschung für die gesamte BP-Gruppe in London.

Seit 1. Oktober 2012 ist Mastiaux Vorsitzender des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Mit circa sechs Millionen Kunden und über 20.000 Mitarbeitern hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 2014 einen Jahresumsatz von rund 21 Milliarden Euro erzielt. Als drittgrößtes deutsches Energieversorgungsunter-nehmen konzentriert sich die EnBW auf die Tätigkeitsbereiche Strom, Gas sowie Energie- und Umweltdienstleistungen.

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Fritz Oesterle

Fritz Oesterle wurde am 7. April 1952 in Stuttgart geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Werdegang

Nach dem Abitur 1971 studiert Oesterle Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. 1976 legt er sein Erstes Staatsexamen ab. Zwischen 1977 und 1979 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht in Tübingen und promoviert 1979. Von 1979 bis 1981 absolviert Oesterle sein Referendariat und im Anschluss die Zweite Juristische Staatsprüfung.
Ab 1981 ist Fritz Oesterle als Anwalt tätig und 1989 gründet er zusammen mit Frank Oppenländer sein eigenes Anwaltsbüro.
Seit 1999 ist er Vorsitzender des Vorstandes der Celesio AG.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die Celesio AG ist Europas führendes Handels- und Dienstleistungsunternehmen für Arzneimittel. Etwa 37 500 Menschen arbeiten bei der Celesio AG. Der Hauptsitz der Firma ist in Stuttgart. Bis ins Jahr 1835 reichen die Wurzeln des Unternehmens, mit der Gründung der Drogerie- und Farbwarenhandlung Gehe & Comp. Heute ist das Unternehmen in 14 Ländern aktiv.

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Alfred T. Ritter

Geboren wurde Alfred T. Ritter am 1. April 1953 in Stuttgart. Er ist verheiratet und Vater zweier Söhne und einer Tochter.

Beruflicher Werdegang

Dem Vater zuliebe begann Ritter 1972 Volkswirtschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zu studieren. Nach vier Semestern wechselte er das Studienfach und studierte Psychologie. Nachdem er das Studium 1981 mit Diplom abgeschlossen hatte, arbeitete er zwischen 1982 und 1986 als selbstständiger Psychotherapeut. Als Vorsitzender des Beirates trat er 1986 in das Familienunternehmen ein. 1989 gründete er die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG in Karlsbad mit dem Ziel Heizungssysteme unter ökologischen Gesichtspunkten zu optimieren. Im Jahr 2005 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Alfred Ritter GmbH & Co. KG ernannt. Zusammen mit seiner Schwester Marli Hoppe-Ritter ist er Eigentümer des Unternehmens.

Alfred T. Ritter selbst wird 1997 vom „WWF“ und von der Zeitschrift „Capital“ als „Öko-Manager des Jahres“ ausgezeichnet. 1998 folgt der Prognos-Zukunftspreis des Prognos-Instituts, 2000 das Bundesverdienstkreuz und 2003 der Sonderpreis der Deutschen Solarpreise. 2006 bekam er den europäisch-chinesischen Nachhaltigkeitspreis.

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Bernd Scheifele

Geboren wurde Bernd Scheifele am 5. Mai 1958 in Freiburg. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Beruflicher Werdegang

Scheifele studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg und Dijon. Im Anschluss an das Erste Juristische Staatsexamen ging er zum weiteren Studium in die USA und schloss 1984 mit dem Master of Laws ab. Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen und der Promotion arbeitete Scheifele von 1988 bis 1994 in einer Wirtschaftskanzlei in Stuttgart.

Er begleitete die Gründung der Phoenix Pharmahandel AG & Co KG in Mannheim und wurde 1994 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.
Seit 2005 ist Bernd Scheifele zudem Vorstandsvorsitzender von HeidelbergCement. Als Vorstandsvorsitzender ist er verantwortlich für Strategie und Entwicklung, Kommunikation & Investor Relations, Personal, Recht, Compliance und Konzernrevision.

Im August 2010 engagierte er sich als einer von 40 Unterzeichnern des "Energiepolitischen Appels", einer Initiative der vier großen Stromkonzerne in Deutschland. Das Ziel dieser Lobbyarbeit war die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Schon 1873 wurde die Zementfabrik in Heidelberg gegründet. Auch heute noch ist der Hauptsitz der Firma trotz ihrer weltweiten Expansion in Heidelberg. HeidelbergCement hatte im Jahr 2010 bei einem Umsatz von 11,8 Milliarden Euro etwa 53.000 Mitarbeiter in über 40 Ländern angestellt.

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Bernhard Schreier

Geboren wurde Bernhard Schreier am 14. Februar 1954 in Heidelberg. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Beruflicher Werdegang

Ab 1975 studierte Schreier an der Berufsakademie in Mannheim in Verbindung mit der Heidelberger Druckmaschinen AG. Direkt nach seinem Abschluss wird er 1978 Assistent der Montageleitung am Standort Wiesloch der Heidelberger Druckmaschinen AG.

In den folgenden Jahren hat er verschiedene Positionen im Unternehmen inne. 1980 wird er Abteilungsleiter der Montage Mitteloffset, 1982 Betriebsleiter Speedmaster und S-Offset, 1985 Projektleiter des Neubaus der Zentralmontage am Standort Wiesloch und 1988 Leiter der Zentralmontage Wiesloch. 1990 geht er als Leiter der Produktion nach Montataire in Frankreich und wird 1991 Directeur Général Adjoint von Heidelberg Harris S.A. 1995 wird er Stellvertretendes Mitglied des Vorstandes der Heidelberger Druckmaschinen AG mit der Zuständigkeit für den Bereich Produktionstechnik und wird 1997 nach der Fusion der Linotype-Hell AG mit der Heidelberger Druckmaschinen AG ordentliches Mitglied des Vorstands. Seit 1999 ist er Vorsitzender des Vorstandes der Heidelberger Druckmaschinen AG.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist international führend für gewerbliche und industrielle Anwender in der Printmedien-Industrie. Weltweit beschäftigt das Heidelberger Unternehmen ca. 19 000 Mitarbeiter. 1850 wird in Frankenthal eine Glockengießerei und Maschinenfabrik gegründet. 44 Jahre später wird das Unternehmen nach Heidelberg verlegt und entwickelt sich zur Heidelberger Druckmaschinen AG (seit 1967). Als Vorstandsvorsitzender ist Bernhard Schreier zuständig für die Vertriebsorganisation, das Personal, die Unternehmensentwicklung, die Kommunikation, die Corporate Governance und das Recht.

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Theo Spettmann

1944 wurde Theo Spettmann geboren und wuchs im Rheinland auf. Er ist verheiratet und hat 2 Kinder.

Beruflicher Werdegang

Spettmann studierte Betriebswirtschaftslehre und promoviert in Mannheim. Anschließend nimmt er an der Universität Mannheim eine Lehrtätigkeit auf.  Sein gesamtes folgendes berufliches Leben verbringt er bei Südzucker. Anfang der Achtziger Jahre wird Theo Spettmann Assistent des Finanzvorstandes. Später wird er Chef der größten Zuckerfabrik des Unternehmens im pfälzischen Offstein.
Seit 1988 ist er im Vorstand von Südzucker und 1995 übernahm Theo Spettmann den Vorsitz des Vorstandes der Südzucker AG.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Das offizielle Gründungsdatum von Südzucker, damals Süddeutsche Zucker AG Mannheim, war 1926. Die Wurzeln des Unternehmens gehen jedoch bis ins Jahr 1837 zurück. Die Südzucker AG ist Marktführer im Zuckerbereich in Europa. Sie hat etwa 20 000 Mitarbeiter und ihr Hauptsitz ist in Mannheim. Theo Spettmann ist als Vorstandssprecher zuständig für die Bereiche Zuckerverkauf, strategische Unternehmensplanung, Konzernentwicklung, Beteiligungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation, IT, Lebensmittelrecht, Verbraucherpolitik, Qualitätssicherung, Personal- und Sozialangelegenheiten und Marketing.

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Hans-Peter Villis

Hans- Peter Villis wurde 1958 in Castrop-Rauxel geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Beruflicher Werdegang

Villis studierte Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und schloss mit dem Diplom ab. Zwischen 1989 und 1993 war er für die VEBA Kraftwerke Ruhr AG und die VEBA AG tätig, aus denen später das Energieunternehmen E.ON hervorging. Bevor er 2003 Vorstandsvorsitzender der E.ON Westfalen Weser AG wurde, übernahm er bei anderen Energieunternehmen leitende Positionen. Von 2006 bis 2007 war er Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der E.ON Nordic AB in Malmö. 2007 löste er Utz Claassen als Vorstandvorsitzenden der EnBW ab und ist bis 2012 bestellt worden.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Mit circa sechs Millionen Kunden und über 20.000 Mitarbeitern hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 2009 einen Jahresumsatz von rund 15,5 Milliarden Euro erzielt. Als drittgrößtes deutsches Energieversorgungsunter-nehmen konzentriert sich die EnBW auf die Tätigkeitsbereiche Strom, Gas sowie Energie- und Umweltdienstleistungen.                                                                                         

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Götz W. Werner

Götz Wolfgang Werner wurde am 5. Februar 1944 in Heidelberg geboren. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und hat sieben Kinder.

Beruflicher Werdegang

Götz W. Werner entstammt einer Drogistenfamilie und kam daher schon früh in Kontakt mit dem Drogeriegeschäft. Nach dem Abitur absolvierte er von 1961-1964 eine Ausbildung zum Drogisten. Schließlich trat er 1968 in das elterliche Drogeriegeschäft in Heidelberg ein. Das Familienunternehmen musste Insolvenz anmelden. Daraufhin wechselte er 1969 zur Großdrogerie Roth. 1973 machte er sich mit seinem eigenen Drogeriemarkt "dm" selbstständig.  Nach 35 Jahren als Geschäftsführer zog sich Werner 2008 aus der operativen Geschäftsführung zurück und wechselte in den Aufsichtsrat.

Werner fördert kulturelle und soziale Projekte wie den Hermann-Hesse-Preis oder kostenlose Musikkurse für Kinder. Seit Oktober 2003 leitet er das Interfakultative Institut für Entrepreneurship am Karlsruher Institut für Technologie. Zudem fungiert er als Präsident des EHI Retail Institute e. V. (EHI) und ist Aufsichtsratsmitglied der GLS Gemeinschaftsbank.

Götz Werner vertritt seit geraumer Zeit seine eigens entwickelte Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens, das bei einer Einführung jedem Staatsbürger zustehen würde. Finanziert werden soll das Konzept durch die Abschaffung der Einkommensteuer und der gleichzeitigen Umwandlung der Mehrwehrtsteuer in eine Konsumsteuer mit einem Satz von 100%. 2005 gründete er hierzu die Initiative "Unternimm die Zukunft".

Für seine Tätigkeiten als Unternehmer erhielt Werner  zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Darunter den Fairness-Ehrenpreis, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und den Manager-Award.

Bedeutung für Baden-Württemberg

dm- drogerie markt beschäftigt etwa 36.000 Mitarbeiter in 11 europäischen Ländern, davon arbeiten über 22.000 in Deutschland. Der Unternehmenssitz ist Karlsruhe. 2009 wurde die Drogeriekette von Verbrauchern zum zweiten Mal in Folge zum beliebtesten überregionalen Drogeriemarkt gewählt.  Gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommssion veranstaltet dm den Wettbewerb "Ideen Initiativen Zukunft", mit dem  Projekte zum Thema "Nachhaltigkeit" gefördert werden sollen.

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Wendelin Wiedeking

Geboren wurde Wendelin Wiedeking am 28. August 1952 in Ahlen/Westfalen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Beruflicher Werdegang

Wendelin Wiedeking studierte Maschinenbau an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Nach seinem Diplom 1978 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter der RWTH im Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre. Dort wurde er auch 1983 promoviert.
Anschließend wurde Wiedeking Referent des Vorstandes „Produktion und Materialwirtschaft“ bei Porsche. 1988 wechselte er zur GLYCO Metallwerke KG und ein Jahr später wurde er Mitglied der Geschäftsleitung für den Bereich Technik. 1991 kehrte Wiedeking zu Porsche zurück und wurde Vorstandsmitglied für Produktion und Materialwirtschaft. Ein Jahr später, 1992, wurde er zum Sprecher des Vorstandes ernannt. Von 1993 bis zu seinem  Rücktritt im Jahr 2009 war Wiedeking Vorstandsvorsitzender bei Porsche.

Im Februar 2011 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen die ehemaligen Porsche-Manager Wendelin Wiedeking und Holger Härtner unter anderem wegen des Verdachts von Marktmanipulation und der unbefugten Weitergabe von Insiderwissen.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Das Unternehmen Porsche wurde 1931 gegründet und hat seinen Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Bis kurz vor seinem Rücktritt schrieb das Unternehmen unter dem Vorsitz Wiedekings und umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen wieder schwarze Zahlen und gehört zu den weltweit erfolgreichsten Automobilherstellern. 2009 fusionierte der Zuffenhausener Automobilhersteller mit dem Volkswagen Konzern.

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Reinhold Würth

Am 20. April 1935 wurde Reinhold Würth in Öhringen geboren. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder; zwei Töchter und einen Sohn.

Beruflicher Werdegang

Mit 14 Jahren begann Reinhold Würth eine kaufmännische Lehre in der väterlichen Schraubengroßhandlung. Nach dem Tod seines Vaters übernahm  der damals Neunzehnjährige 1954 das Unternehmen. In den folgenden Jahren entwickelte er aus dem damaligen Zweimannbetrieb einen weltweit tätigen Handelskonzern. 1994 zog sich Würth nach 35 Jahren aus der operativen Geschäftsführung der Würth-Gruppe zurück und übernahm den Vorsitz des Unternehmensbeirats. 2006 übergab er den Vorsitz der Geschäftsführung seiner Tochter Bettina Würth. Reinhold Würth bleibt Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe.

Reinhold Würth ist Ehrenbürger der Stadt Künzelsau, Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und er erhielt 2004 den Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk.

Würth ist auch als Förderer von Kunst und Kultur bekannt. Insgesamt gründete er 13 Museen. Die 1987 gegründete Stiftung Würth unterstützt die Kulturarbeit des Unternehmens.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Künzelsau ist das Mutterunternehmen der weltweit tätigen Würth-Gruppe und führende Anbieterin im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Die Würth-Gruppe besteht aus rund 400 Gesellschaften in über 80 Ländern und beschäftigt insgesamt über 62.000 Mitarbeiter, davon rund 5.500 in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete die Würth-Gruppe einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro.
 

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Dieter Zetsche

Dieter Zetsche wurde am 5. Mai 1953 in Istanbul geboren, aufgewachsen ist er in Frankfurt am Main. Er ist verwitwet und hat drei erwachsene Kinder.

Beruflicher Werdegang

Dieter Zetsche studierte ab 1971 Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe und schloss 1976 das Studium als Diplomingenieur ab. 1976 trat er in den Forschungsbereich der damaligen Daimler-Benz-AG ein. 1981 wurde er Assistent der Entwicklungsleitung im Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge. Promoviert wurde Dieter Zetsche 1982 an der Universität Paderborn.

Im Unternehmen hatte er zahlreiche Positionen inne, so war es beispielsweise 1984 Entwicklungsleiter für Nutzfahrzeuge, ab 1986 Hauptreferent der Konstruktion Geländewagen und hatte die Entwicklungsverantwortung im Unternehmensbereich Geländewagen. 1987 übernahm er die Leitung des Entwicklungsbereichs Mercedes-Benz do Brasil und dann auch die Geschäftsleitung. 1989 wurde er Präsident von Mercedes-Benz Argentina und 1991 Präsident der Freightliner Corp. Portland. 1998 wurde er Vorstandsmitglied, bevor er 2006 als Nachfolger von Jürgen Schrempp zum Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG berufen wurde.

Zetsche hat den Konzern nach Jahren der Verluste wieder in die schwarzen Zahlen geführt.

Bedeutung für Baden-Württemberg

Die Daimler AG hat in Baden-Württemberg eine mehr als hundertjährige Tradition. Mit Dieter Zetsche an der Spitze hat das Unternehmen weltweit rund 260.00 Beschäftigte in 17 Ländern. Der Unternehmensumsatz betrug im Geschäftsjahr 2010 97,8 Milliarden Euro. Die Daimler AG ist an mehreren Standorten in Baden-Württemberg vertreten: Stuttgart, Ulm, Sindelfingen, Mannheim, Affalterbach, Gaggenau und Rastatt. Die Zentrale von Daimler ist in Stuttgart.

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