Landeskunde Baden-Württemberg

 

Die Regionalverbände

Um ortsübergreifend planen zu können, gibt es in Baden-Württemberg insgesamt zwölf Regionalverbände:

Die zwölf Regionalverbände Baden-Württembergs wurden am 1. Januar 1973 im Rahmen einer Verwaltungsreform eingerichtet.

Die Regionen im Vergleich

Bevölkerungsdichte

Die Bevölkerungsdichte in Baden-Württemberg ist von Region zu Region sehr unterschiedlich. Mit einer Bevölkerungsdichte von mehr als 600 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Region Stuttgart das am dichtesten besiedelte Gebiet des Landes. Dagegen liegt die Bevölkerungsdichte in den Regionen Franken, Donau-Iller, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Bodensee-Oberschwaben bei weniger als 200 Einwohnern pro km².

Einwohner in den Regionen 2008
Region Stuttgart  2.674.527
Region Rhein-Neckar  1.141.031
Region Südlicher Oberrhein  1.045.077
Region Mittlerer Oberrhein  1.004.005
Region Heilbronn-Franken     885.437
Region Neckar-Alb     690.066
Region Hochrhein-Bodense     665.699
Region Bodensee-Oberschwabe     615.935
Region Nordschwarzwald     595.128
Region Donau-Iller     501.347
Region Schwarzwald-Baar-Heuberg     484.905
Region Ostwürttemberg     446.349
Baden-Württemberg10.749.506

 
Weitere Informationen zur Demografie bietet das Statistische Landesamt Baden-Württemberg.

Arbeitslosenquote

Karte zur Arbeitslosenquote in den Regionen

Jugendarbeitslosigkeit

Karte zur Jugendarbeitslosigkeit in den Regionen

Löhne und Gehälter

Karte zu den Löhnen und Gehältern in den Regionen

Organisation

Die Regionalverbände sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, das heißt, sie handeln selbstverantwortlich und bestimmen über die Bereiche, die das Land Baden-Württemberg aus seiner Verwaltung ausgegliedert hat. Trotzdem sind sie Teil der öffentlichen Gewalt und müssen im Rahmen der Gesetze agieren. Ihre Organe sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsitzende.

Verbandsversammlung

Die Mitglieder werden durch die Kreisräte, Landräte, Gemeinderäte und die Oberbürgermeister in Baden-Württemberg gewählt. Die Wahl findet drei Monate nach der Wahl der Kreis- und Gemeinderäte statt. Die Verbandsversammlung hat mindestens 40 und maximal 80 Mitglieder. Bei mehr als 400 000 Einwohnern erhöht sich die Zahl für je 30 000 Einwohner um zwei Mitglieder. Die Mitglieder der Verbandsversammlung sind ehrenamtlich tätig.

Verbandsvorsitzender

Er wird aus den Reihen der Mitglieder der Verbandsversammlung gewählt. Seine Amtszeit endet mit dem Ende der Amtszeit der Verbandsversammlung. Er leitet die Sitzungen der Verbandsversammlung und die Verbandsverwaltung.

Aufgaben

Die Regionalverbände haben vielfältige Aufgaben. Aufgabe der Regionalverbände ist die großräumige Steuerung der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung, Wirtschaftsförderung, Versorgung und Entsorgung, Umweltschutz, Kultur. Da die Probleme nicht an der Landesgrenze Halt machen, ist der Regionalverband Donau-Iller grenzübergreifend: zusammen mit der bayerischen Nachbarschaft. Die Regionalverbände sind ein Planungsinstrument. Exekutive Funktionen haben sie nicht – mit Ausnahme des Regionalverbands Stuttgart.

Besonderheiten

Eine Ausnahme stellt der Verband Region Stuttgart dar. Die direkt vom Volk gewählte Regionalversammlung hat 80 Mitglieder und weiterreichende Zuständigkeiten. Eine weitere Besonderheit ist der Regionalverband Donau-Iller. Er ist länderübergreifend, da auch Teile Bayerns zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören. Der Verband Region Rhein-Neckar ist seit 2006 ebenfalls länderübergreifend. Er setzt sich zusammen aus Stadt- und Landkreisen der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

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