Landeskunde Baden-Württemberg

 

Baden-Württemberg als Patenland

Die  Patenschaftsübernahme  des  Landes  über  die  „Volksgruppe der Donauschwaben“ war der Ausgangspunkt für die in den folgenden Jahren in vielfältiger Weise von Vertretern der Landsmannschaften und der  Landespolitik  stets  nachdrücklich unterstrichenen „historisch begründeten“ Verbindungen zwischen Baden-Württemberg und den Donauschwaben.  Im  Rahmen  zahlreicher  kommunaler  Patenschaften baden-württembergischer  Gemeinden  für  die  Flüchtlinge und Vertriebenen einzelner donauschwäbischer Gemeinden entwickelte sich Ulm nach und nach zum zentralen Ort des Feierns und des Erinnerns an die „Stammesverwandtschaft“. 1956 fand der „Tag der Donauschwaben“ zum ersten Mal in Ulm statt. Oberbürgermeister Theodor Pfizer begrüßte die Gäste und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die „Beziehungen zwischen der Stadt Ulm und den Donauschwaben“ gestärkt werden.

Im Mittelpunkt stand am 15. September die „symbolische  Grundsteinlegung  des  Ahnen-Auswanderer-Denkmals am Donauufer“. Der positiv beschiedene Antrag an die Stadt zur Errichtung des Denkmals war mit dem Hinweis auf die bedeutende Rolle Ulms „während der Auswanderung unserer Kolonistenväter“, auf den Roman „Der große Schwabenzug“ von Adam Müller-Guttenbrunn und die Rolle der Ulmer Schachteln im Auswanderungsprozess begründet worden. Als Standort für das aus Spenden finanzierte Denkmal bestimmte die Stadt das Donauufer vor der Wilhelmshöhe.  Bei  der  Grundsteinlegung  streute  der  Initiator  des Denkmals, Franz Helfrich, Erde mit den Worten aus: „Alte Heimaterde vermähle dich mit der neuen Heimaterde!“