Landeskunde Baden-Württemberg

 

Neckar- und Donauschwaben wachsen zusammen

Von der Übernahme der Patenschaft Bayerns über die Sudetendeutschen beeinflusst, fragten die Organisatoren geradezu in letzter Minute bei der Landesregierung Baden-Württembergs an, ob das Land bereit wäre, die  Patenschaft  über  die  Donauschwaben  zu  übernehmen. Als  Begründung  wurde  auf  die  historischen  Verbindungen zwischen dem deutschen Südwesten und den donauschwäbischen Siedlungsgebieten in Südosteuropa verwiesen sowie darauf,  dass  viele  der  donauschwäbischen  Vertriebenen  in Baden-Württemberg  „verständnisvolle  und  herzliche  Aufnahme“ gefunden hätten.

Im  Staatsministerium  stieß  die  Anfrage  auf  eine  positive Resonanz.  Im  Rahmen  des  Festprogramms  des  „Tags  der Donauschwaben“  in  Esslingen  wurde  am  11.  September eiligst  ein  neuer  Programmpunkt  eingefügt.  Dabei  verkündete Ministerpräsident Gebhard Müller die Entscheidung der Landesregierung und verlas den Text der Urkunde: „In Anbetracht der engen stammesmäßigen Verbundenheit der Bevölkerung des Landes Baden-Württemberg mit der Volksgruppe der  Donauschwaben  hat  die  Landesregierung  beschlossen, die Patenschaft über die Volksgruppe der Donauschwaben zu  übernehmen.“  In  seiner  Ansprache  unterstrich  Müller: „Das Zusammenwachsen der Neckar- und der Donauschwaben  liegt  der  Landesregierung  ganz  besonders  am  Herzen. Ich überreiche die Patenschaftsurkunde und bitte Sie, in diesem Akt das Zeichen der Verbundenheit und unseres Dankes zu sehen.“